Stoßwellentherapie (SWT)

Stoßwellentherapie (SWT) bei Induratio penis plastica und erektiler Dysfunktion

Die Stoßwellentherapie (SWT) ist ein schonendes, nicht-operatives Behandlungsverfahren, das in der Urologie zur Linderung von Beschwerden bei Induratio penis plastica (IPP, Peyronie-Krankheit) sowie bei erektiler Dysfunktion (Impotenz) eingesetzt wird.

Bei der Behandlung werden niedrigenergetische Stoßwellen von außen auf den Penis appliziert. Diese können die Durchblutung verbessern, Entzündungsprozesse reduzieren und die Geweberegeneration anregen. Die Intensität ist sehr gut je nach individuellem Empfinden einstellbar. 

Bei Induratio penis plastica kann die SWT insbesondere
- Schmerzen im Erektionsstadium lindern
- die Elastizität des Gewebes verbessern
- in frühen Krankheitsphasen den Krankheitsverlauf günstig beeinflussen

Eine bestehende Krümmung wird durch die SWT allein meist nicht vollständig begradigt, sie kann jedoch Teil eines ganzheitlichen Therapiekonzeptes sein und durch die Aufweichung der Verkalkung die Verkrümmung weniger stark werden lassen.

Bei erektiler Dysfunktion zielt die SWT darauf ab,
- die Durchblutung der Schwellkörper zu fördern
- die natürliche Erektionsfähigkeit zu verbessern
- gegebenenfalls die Wirkung von Medikamenten zu unterstützen oder deren Bedarf zu reduzieren

Die Behandlung ist in der Regel schmerzarm, erfolgt ambulant und erfordert keine Narkose. Die Intensität ist sehr gut je nach individuellem Empfinden einstellbar. Mehrere Sitzungen sind notwendig. Nebenwirkungen sind selten und meist mild.

Ob eine Stoßwellentherapie sinnvoll ist, hängt von der individuellen Situation ab und sollte in einem persönlichen urologischen Beratungsgespräch geklärt werden.